Das Projekt

Der Informations- und Gedenkort Außenlager wurde durch den Beirat ehemaliger Häftlinge des KZ Mittelbau-Dora initiiert. Die Bergsicherung Ilfeld GmbH bat anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens um Spenden für dieses Projekt, durch die es 2015 realisiert werden konnte. Seitdem erinnern 39 Tafeln an der ehemaligen Bahnhofsrampe auf dem Gedenkstättengelände  an die Außenlager des KZ-Komplexes Mittelbau. Vor Ort kann man über einen QR-Code auf diese Website zugreifen, die  vertiefende  Informationen zu den Lagern  bereitstellt.

Informations- und Gedenkort Außenlager

Das Lager Dora war das Zentrum eines weit verzweigten Netzes von KZ-Außenlagern im Südharz, die im Oktober 1944 zum eigenständigen KZ Mittelbau zusammengefasst wurden. Im April 1945 bestand der KZ-Komplex Mittelbau aus 39 Außenlagern. Dort hielt die SS 1945 über 40.000 Menschen gefangen. In den meisten Mittelbau-Lagern wurden die Häftlinge gezwungen, Stollen vorzutreiben; kaum eine der unterirdischen Anlagen wurde fertig gestellt. Sie waren u. a. für Flugzeugwerke des Junkers-Konzerns und für die Mineralölindustrie vorgesehen. In der Nähe der Baustellen richtete die SS Barackenlager ein. Die größten KZ-Außenlager entstanden nahe Nordhausen in den Gemeinden Ellrich, Harzungen und Rottleberode.